Erste muss sich Riedrode geschlagen geben

Griesheimer Anzeiger, 04. März 2026

Viktoria 1. Mannschaft

Erste muss sich Riedrode geschlagen geben
Das erste Heimspiel des Jahres gegen die FSG Riedrode ging mit 2:3 verloren. Die Niederlage ist alles in allem verdient, weil der Sportclub den gedanklich und läuferischen besseren Gästen praktisch über die gesamte Spielzeit unterlegen war. Dass es am Ende nur 2:3 hieß, lag an den schlampig zu Ende gespielten Kontern der Kicker aus dem Ried. Was beim SCV deutlich war, ist die Tatsache, dass es keinen Ballverteiler gab. Einer, der mit Ideen das Angriffsspiel lenkt und seine Vorderleute in Szene setzt. So waren die Bemühungen zwar da, doch gingen viele Bälle schnell wieder verloren. Auch die Defensive war am Sonntag nicht in allerbester Verfassung. So beim 0:1, als ein Gästespieler auf rechts völlig freistand und keine große Mühe zum Treffer, per Schlenzer aus 20 Metern, ins lange Eck hatte. Die Freude der Gäste währte nicht lange. Keine zwei Minuten später stand es 1:1. Nach einer Ecke von rechts köpfte Bender zentral, wuchtig in die Maschen. Aber der Ausgleich führte nicht zu mehr Sicherheit. In Minute 17 der erneute Rückstand. Diesmal kam der Angriff über links – ein Riedroder zieht unbedrängt in die Mitte und trifft gegen die Laufrichtung von Torhüter Woywodt unten links. In der Folgezeit hat die FSG mehr vom Spiel und auch Möglichkeiten, die glücklicherweise nichts einbrachten. Nach einer halben Stunde gab es noch durch Stumpf eine gute Einschusschance. Sein strammer Schuss wurde vom Torwart entschärft. Die zweite Hälfte verlief einige Zeit sehr überschaubar. Die Viktoria macht das Spiel, aber ohne zählbaren Erfolg. Nach einer Stunde war es erneut Stumpf, der am Torwart scheiterte. Der zur Pause eingewechselte Aimene hatte ihn von rechts bedient. Apropos Stumpf: Der war als einzige Spitze viel auf sich selbst gestellt. Zudem war er nicht hundertprozentig fit – musste aber in Ermangelung an Alternativen ran. Er wurde nach 65 Minuten erlöst – Volk kam für ihn auf den Platz. Der hatte dann auch eine vielversprechende Chance in der 69. Minute. Von Ludwig über rechts bedient, strich sein Kopfball allerdings um einiges am langen Pfosten vorbei. In der 87. Spielminute trafen die spielerisch und organisatorisch besseren Gäste zum 3:1. Aus dem Rückraum konnte ein Gästespieler ungehindert einschießen. Zuvor setzte sich der Rechtsaußen durch und bediente seinen Mitspieler mustergültig. In der Schlussminute der regulären Spielzeit, setzte (der diesmal weitgehend unauffällige) Borges einen Fallrückzieher knapp über das gegnerische Gehäuse. Wegen mehreren verletzungsbedingten Unterbrechungen zeigte der Schiedsrichter sechs Minuten Nachspielzeit an. Nach dreien davon musste ein Riedroder Kicker nach wiederholtem Foulspiel mit gelb-rot vom Platz. Und in der Schlussminute traf Aimene per Distanzschuss ins lange Eck noch zum 2:3. In Summe war das trotzdem viel zu wenig für die Viktoria. Mit einer wackeligen Defensive, wenig Ideen im Mittelfeld und einem Stürmer ohne Topform ist nicht mehr drin. Es spielten: Woywodt – Bender, Gecili, Ludwig, de Rosa – de Carvalho Santos, Fiandaca, Hofmeier, Borges – N. Lorenz (46. Aimene), Stumpf (65. Volk).
rgr

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