Griesheimer Anzeiger, 10. Oktober 2026
Viktoria 1. Mannschaft
Paukenschlag dem Sportclub
Trainer da Costa am Dienstagabend freigestellt, im Pokal eine Runde weiter
Mit einem neuen Mann an der Seitenlinie, ging die Viktoria am Donnerstagabend ins Pokalspiel bei Germania Eberstadt. Interimsmäßig betreut Zweitmannschafts-Coach Miguel Benitez die Erste bis auf weiteres. Sein Einstand auf der Trainerbank hätte besser nicht laufen können. Mit einem 6:0 Sieg qualifizierte sich die Viktoria für das Viertelfinale des Kreispokals. Zum Aufeinandertreffen der ehemaligen Lilien-Profis Tobias Kempe und Elton da Costa kam es derweil nicht, weil da Costa am Dienstagabend freigestellt wurde. Es bleibt dahingestellt, ob die Trainerentlassung allein dafür verantwortlich war, dass die Viktoria in Eberstadt befreit aufspielte. Gegen den Kreisoberligisten war der Klassenunterschied deutlich zu sehen. Hohes Engagement, viel Laufbereitschaft und gekonnte Kombinationen machten den Unterschied aus. Die Griesheimer pressten hoch und ließen die Germania ein ums andere Mal in Schwierigkeiten geraten. Wenn die Gastgeber einmal in aussichtreiche Positionen kamen, waren Abspielfehler oder zu viel klein-klein beim SCV vorausgegangen. Die Chancen der Eberstädter waren im gesamten Spiel an einer Hand abzuzählen. Der Halbzeitstand von 4:0 war für den SVE sogar noch schmeichelhaft. Zweimal Stumpf und je ein Tor von Tim Lorenz und Volk sorgten nach 45 Minuten schon für klare Verhältnisse. Nur in den Minuten nach der Pause gaben die Germanen ordentlich Gas und spielten mit Mut nach vorne. Aber spätestens mit dem fünften Tor war die Sache endgültig durch. Andolina feuerte eine Boden-Luft-Rakete ab, die unhaltbar für den Eberstädter Torhüter einschlug (57.). Kurz vor Schluss noch das 6:0 durch Sallan. Nach einer Ecke war der Abwehrspieler per Kopf zur Stelle. Es spielten: Weber – Pigol (70. Yilmaz), Bender (70. Okunzawa), Gerber, Sallan – Andolina, Haddad (58. Deusser), Volk (70. Schröter), Salhi, T. Lorenz (58. Bilmez), Stumpf. Nach dem Pokal ist vor den nächsten Meisterschaftsspiel. Zu Gast am Hegelsberg ist der TSV Höchst. Die Höchster sind gerade in die Gruppenliga aufgestiegen und haben Mühe dort anzukommen. Mit neun Zählern stehen sie auf einem Abstiegsplatz. Die Viktoria hat nur einen Punkt mehr eingespielt und kommt mit zwei Niederlagen aus den letzten beiden Ligaspielen aber mit einem guten Gefühl in dieses Match. Bemerkenswert ist, dass der TSV schon drei Siege feiern konnte, die Viktoria dagegen erst einen. Auswärts sind die Gäste noch ohne jeglichen Punkt – verloren aber nur bei Dersim Rüsselsheim deutlich, der Rest ging knapp aus. Wenn es am Sonntagnachmittag bei der Negativserie bleibt, wäre man bei der Viktoria sehr zufrieden. Beim Sportclub ist man gespannt, ob der Schwung aus dem Pokalerfolg auch in die Liga mitzunehmen ist.
rgr
