Schon wieder fünf Gegentore

Griesheimer Anzeiger, 01. April 2026

Viktoria 1. Mannschaft

Schon wieder fünf Gegentore
Die Gegentorflut bei der Ersten Mannschaft reißt nicht ab. Wie schon vor einer Woche, musste Torhüter Kraft fünf Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen. Das 2:5 gegen den SV Groß-Bieberau lässt die Viktoria jetzt immer näher an die Abstiegszone heranrücken. In der Gruppenliga können es bis zu sechs Direktabsteiger geben. Die aktuelle Lage bzgl. Auf-/Abstieg von/zu Verbands- und Kreisoberliga ist allerdings eher so, dass es nach vier Direktabsteigern und einem Relegationsteilnehmer aussieht. Das ist aber kein Grund, sich jetzt auf Viktoria-Seite sicher zu fühlen. Im Spiel gegen Groß-Bieberau führten wieder einmal krasse Fehler in der Defensive zur Niederlage. Zweimal wurde Torhüter Kraft mit Weitschüssen düpiert, einmal durfte ein gegnerischer Spieler nach einer Freistoßflanke einköpfen, obwohl er von Viktoria-Akteuren umgeben war. Und die Tore vier und fünf fielen nach Kontern gegen aufgerückte Griesheimer. Da halfen auch die Saisontore 21 und 22 von Torjäger Stumpf nichts. Die Gäste spielten aggressiv gegen die Mittelfeldleute und Stürmer des SCV, sodass es zunächst keine Chancen zu verzeichnen gab. Bei der Viktoria lief (wie immer) viel über rechts, aber noch mit wenig Präzision. Die Bieberauer agierten viel mit langen Bällen vom Torwart auf den schnellen Rechtsaußen. In der 16. Minute hatte der Sportclub Glück, dass es keinen Strafstoß gab. Ein Körpereinsatz von Bender reichte dem Schiri nicht zum Pfiff. Auf der Gegenseite die erste gute Möglichkeit für Stumpf, der allerdings den Ball genau auf den Gäste-Goalie knallte. Nach 20 Minuten lag der Rückstand in der Luft. Ein Bieberauer verballerte den Ball ungehindert volley über den Viktoria-Kasten. In der Phase, als die Gäste mehr vom Spiel hatten, ging der SCV in Führung. Ein sehenswerter Diagonalball von Bender auf Tim Lorenz, der sich gut an der Grundlinie durchsetzt und zu Stumpf querpasst – das 1:0. Zwei Chancen ein Tor – das Spiel, zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf gestellt. Die Freude hielt nur etwa zehn Minuten an. Der schon erwähnte Kopfballtreffer nach Freistoß markierte den Ausgleich. Dann folgten drei wilde Minuten mit den beiden Weitschusstoren – eines aus 30, das andere aus 40 Metern. Bei beiden sah man Torwart Kraft überrascht – unhaltbar erschienen sie nicht. Die Viktoria kam leicht verändert aus der Kabine. De Rosa wurde durch Köhler ersetzt, Bilmez durch Minty. Die Viktorianer zeigten viel Engagement, mit einigen vielversprechenden Chancen. So landete ein Kopfball von Gecili nur an der Latte (61.) und bei einem Drehschuss von Köhler muss sich der Gästekeeper langmachen (62.). Aber der SV versteckte sich nicht, sondern suchte aus sicherer Abwehr heraus sein Glück. So hatte Torwart Kraft zweimal Glück und Geschick, als er einmal einen Schuss ins kurze Eck parierte. Bei einer zweiten Aktion, ließ er den Ball prallen – der gegnerischere Spieler schoss glücklicherweise über den Kasten. An den beiden Kontertoren zum 2:4 und 2:5 konnte er hingegen nichts machen. Fazit: Wenn man defensiv den Gegner zu Toren einlädt, dann reichen vorne die erzielten Treffer nicht aus, um zu gewinnen. Am Mittwoch muss die Mannschaft gegen Büttelborn eine Reaktion zeigen, sonst wird die Jahreshauptversammlung am Gründonnerstag – an der die Mannschaft teilnehmen wird – unangenehm. Es spielten: Kraft – Bender (66. Aimene), Gecili, Ludwig, de Rosa (46. Köhler) – de Carvalho Santos, Fiandaca, Volk, T. Lorenz – Bilmez (46. Minty), Stumpf
rgr

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